Folge 484 - Ninjas, halbe Hähnchen & 94 Penisse | Comedy Podcast
Zwei Mikros für ein Halleluja – der lustige Podcast über Männer, Alltag und absurden Humor.

2 Mikros fuer ein Halleluja
Ninjas, halbe Hähnchen & 94 Penisse
5 Min. Lesezeit • 14.09.2025
Wenn Dennis und Stefan sich treffen, ist eines garantiert: Es wird absurd. In Folge 484 geht es um selbstgebastelte Ninja-Sterne aus Blech, die komplizierte Mathematik von halben Hähnchen und einen mittelalterlichen Teppich, der für akademische Grabenkämpfe sorgt. Dazu gesellen sich Geschäftsessen mit fragwürdigen Alkoholmengen, Turbolader-Probleme und die Frage, ob man nicht einfach professioneller Farm-Simulator-Streamer werden sollte.
Ninja-Nostalgie und Hähnchenwagen-Weisheiten
Die Folge startet standesgemäß in Verteidigungsposition. Stefan läuft als Ninja verkleidet durch die Nachbarschaft – sehr zum Unmut seiner Frau. Dennis erinnert sich an die guten alten Zeiten, als man noch heimlich Ninja-Sterne aus dünnem Blech bastelte und damit auf Holzgegenstände warf. Die Dinger taugten zwar für nichts, aber das war auch egal.
Dann wird es kulinarisch: Am Hähnchenwagen wird ausschließlich in halben Hähnchen gerechnet. Wer dort zwei ganze bestellt, outet sich sofort als Tourist ohne Ahnung vom Geschäft. Stefan erklärt die Subkultur der Hähnchenwageninhaber – meist fleißige Osteuropäer, die früh aufstehen und sehr viele Hähnchen marinieren. Der Geschmack hat vermutlich viel mit dem Zigarettenkonsum zu tun.
Geschäftsessen, Spesen und andere Abgründe
Die beiden erinnern sich an wilde Zeiten, in denen Geschäfte noch anders gemacht wurden. Dennis erzählt von einem Geschäftsessen in Bayern, bei dem der Gastgeber zwei halbe Liter Bier und vier Fernet Branca zum Verdauung trank – und danach einfach ins Auto stieg. Stefan kennt ähnliche Geschichten aus seiner Berufskarriere: Abends wurde gegessen und gesoffen, am nächsten Tag waren Verträge geschlossen, und keiner wusste mehr genau, wer die unterschrieben hatte.
Besonders pikant: Die Spesenrechnungen mancher Außendienstler enthielten durchaus fragwürdige Positionen. Stripclub-Besuche mit Kunden? Massage-Quittungen? Alles dabei. Stefan musste den Kram nur eingeben – fotografieren konnte er es leider nicht, Handys gab es damals noch nicht.
Ladeluftschlauch-Drama und Turbolader-Fetisch
Stefan hat ein Problem: Sein Ladeluftschlauch ist kaputt. Statt das schweineteure Ersatzteil zu kaufen, bestellt er ein Reparaturkit – und repariert das Ganze mit Aufklebern. Dennis ist verwirrt, aber irgendwie auch beeindruckt. Die Diagnose ist klar: zu wenig Turbolader. Das ist sowieso die pauschale Antwort auf alles.
Als der Schlauch während der Fahrt abfliegt, ist Stefans Auto im Notbetrieb. Die Leistung ist weg, er wird zur Straßenblockade. Die anderen Autofahrer beschimpfen ihn, dabei kann er nichts dafür. Dennis überlegt, ob er sich nicht ein Polizeiding besorgen sollte, auf dem hinten eine Laufschrift läuft: "Ich bin kein Idiot, sondern mein Auto ist im Notbetrieb."
Der Scheißer der Woche
Stefan hat ein neues Projekt: An einer Ecke seines Grundstücks lassen Hundebesitzer ihre Vierbeiner regelmäßig hinkacken. Seine Lösung? Eine Kamera mit Bewegungsmelder und ein Bilderrahmen am Zaun. Jede Woche kommt das Foto des Herrchens rein, dessen Hund dort hingeschissen hat. Der "Scheißer der Woche" wird öffentlich zur Schau gestellt – zur Erziehung der Community.
Dennis kennt das Problem. In seiner alten Wohnung wurden ihm regelmäßig Pfandflaschen und Wasserkisten von der Veranda gestohlen. Er installierte eine Kamera, filmte den Dieb frontal ins Gesicht und teilte das Bild bei Facebook. Der Typ wurde erkannt, jemand leitete es weiter – und danach war er nie wieder da.
93 oder 94 Penisse? Die große Teppich-Kontroverse
Jetzt wird es akademisch: Der Teppich von Bayeux aus dem Jahr 1066 ist 68 Meter lang und zeigt die Eroberung der Normandie durch Wilhelm den Eroberer. 58 gestickte Szenen mit 623 Männern, 3 Frauen und 202 Pferden oder Maultieren. Soweit, so historisch.
Doch 2008 zählte der Mittelalterhistoriker George Garnett 93 Penisse auf dem Teppich – 88 von Pferden, der Rest von Männern. Besonders interessant: Das Pferd von Wilhelm dem Eroberer hatte den mit Abstand größten Pferdepenis. Jetzt behauptet sein Kollege Christopher Monk, einen 94. Penis gefunden zu haben. Darüber streiten sich Gelehrte. Stefan überlegt, nach Bayeux zu fahren, um die Sache persönlich zu klären. Seine Frau reagiert gelassen: "Hatte ich mit gerechnet."
Dennis und Stefan sind sich einig: Wozu brauchen wir funktionierende Schulen, wenn wir Historikern Geld geben können, damit sie sich über Penisgrößen auf einem über 1000 Jahre alten Teppich streiten? Die Prioritäten sind klar.
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