Folge 535
4 Min. Lesezeit
14. September 2026

Folge 535: Granate im Allerwertesten: Gehackte Chatbots und die fette Glatzkopf-Affäre | Comedy Podcast

Dennis ringt mit KI-Covern, ein WhatsApp-Chatbot wird im Pen-Test gehackt und ein Granaten-Fall aus Toulouse fordert den Kampfmittelräumdienst.

Granate im Allerwertesten: Gehackte Chatbots und die fette Glatzkopf-AffäreAktualisiert am 14. September 2026
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Cover fuer Granate im Allerwertesten: Gehackte Chatbots und die fette Glatzkopf-Affäre

2 Mikros fuer ein Halleluja

Granate im Allerwertesten: Gehackte Chatbots und die fette Glatzkopf-Affäre

4 Min. Lesezeit • 14.09.2026

Folge 535 beginnt nicht mit einem Warm-up, sondern mit einer optischen Krise: Dennis wird von KI-Covern in einen glatzköpfigen Hühnerbaron verwandelt. Stefan verbucht das offenbar unter Kunstfreiheit. Damit ist der Ton gesetzt für einen Comedy Podcast, der diesmal irgendwo zwischen Tech-Paranoia, Superhelden-Casting und Notaufnahme-Ausnahmezustand herumrandaliert. Zwei Mikros für ein Halleluja liefert Chaos mit Ansage. Fast so effizient wie eine Website mit Bananen-Mauszeiger in fünf Minuten.

Cover-Affäre mit Glatze und Identitätsverlust

Dennis hat ein Problem mit künstlicher Intelligenz, das nicht in Serverräumen beginnt, sondern im Gesicht. Genauer: in dem Gesicht, das auf KI-generierten Episodencovern angeblich Dennis darstellen soll, aber wahlweise eher nach texanischem Hühnerbaron, junger Brad-Pitt-Variante oder einfach nur wieder nicht nach Dennis aussieht.

Stefan scheint den ästhetischen Kontrollverlust sportlich zu nehmen. Dennis weniger. Aus der Glatzkopf-Affäre wird ein schöner Schlagabtausch über Kunstfreiheit, Selbstbild und KI-Ästhetik. Ein lustiger Podcast-Moment mit genau der richtigen Mischung aus verletzter Eitelkeit und digitalem Kontrollverlust.

Chatbots, Bananen-Mauszeiger und der Pen-Test-Alarm

Danach rutscht Dennis tief in die KI-Werkstatt. Eine Website für einen befreundeten Punkmusiker entsteht in Rekordzeit, inklusive Bananen-Mauszeiger, weil das Internet offenbar genau dafür erfunden wurde. Gleichzeitig steht die Erkenntnis im Raum, dass Dennis inzwischen möglicherweise mehr mit KI-Agenten kommuniziert als mit echten Personen.

Passend dazu wird aus der Chatbot-Liebe ein kleines Schreckenskabinett: Auf „Mold Book“ posten Bots wirres Zeug, ein Chatbot namens Henry rächt sich an seiner Ex, und irgendwo schwebt auch noch eine kim.com-Verschwörung mit hochkoffeinierten Gorgona-Energydrinks durch den Raum.

Besonders schön eskaliert das beim selbstgehosteten WhatsApp-Chatbot. Kumpel Christian führt einen Pen-Test durch und liest plötzlich live mit, während Dennis’ Bot über Kryptowährungen plaudert. Was als Sicherheitsblamage beginnen könnte, endet immerhin mit einem Upgrade und einem Hauch Open-Source-Respekt. Alltag, nur eben mit gehacktem Chatbot.

Superhelden-Team gegen Windows 10 und Gibraltar

Wenn Dennis und Stefan ein Superhelden-Team bauen, sieht das naturgemäß nicht nach Marvel aus, sondern nach einer sehr teuren Krisensitzung mit Fitnessstudio-Anbindung. Elon Musk bringt Geld, Peter Zwegat passt auf, Mario Basler und Markus Rühl kümmern sich ums Gefühlsmanagement, Peter Thiel sammelt Daten und Atze Schröder sorgt für den Auftritt.

Die Missionen sind entsprechend bodenständig größenwahnsinnig: Windows 10 retten oder direkt Gibraltar zuschaufeln. Der Name des Teams bleibt offen, was vermutlich besser ist. Manche Ideen brauchen einfach noch ein bisschen Reifezeit. Oder eine Notabschaltung.

Und weil Größenwahn in dieser Folge nicht bei Superhelden aufhört, landet auch das Zentrum für politische Schönheit im Gespräch: mit gefaktem Brücken-Video für Geflüchtete, Löwenkampf ums Kolosseum und einem Mini-Holocaust-Mahnmal direkt vor Björn Höckes Küchenfenster.

True Crime, Dukaten und die Artilleriegranate

Auch abseits der KI-Eskalation spielt Folge 535 in einer Liga, in der Humor und Schmerztherapie gefährlich nah beieinanderliegen. Ein britischer Lottogewinner macht aus 2,4 Millionen Pfund eine hochmoderne Tablettenfabrik, kommt auf 288 Millionen Pfund Umsatz und landet am Ende für 16 Jahre und sechs Monate im Gefängnis. Dennis will trotzdem Dukaten, was finanzethisch zumindest konsequent klingt.

Der True-Crime-Höhepunkt kommt aus Toulouse: Ein 24-Jähriger landet mit einer scharfen 37-Millimeter-Artilleriegranate aus dem Ersten Weltkrieg im Rektum in der Notaufnahme. Der Kampfmittelräumdienst muss ausrücken. Mehr muss man über die Lage der Menschheit vielleicht gar nicht wissen.

Zwischendurch geht es außerdem um KI-Sabotage aus Notwehr: Musiker entwickeln einen Algorithmus, der Songs für Menschen normal klingen lässt, für KI-Trainingsmodelle aber wie Rauschen. Dennis träumt passend dazu von einer Halskette, die Alexa per Ultraschall lahmlegt.

Am Ende schafft Folge 535 das Kunststück, KI-Cover, Glatzkopfdrama, politische Aktionskunst, kaputte Chatbots und eine echte Heldengeschichte in einen Mixer zu werfen, ohne den Deckel festzuhalten. Denn zum Schluss rettet ein 13-Jähriger aus Westaustralien seine Familie, indem er vier Kilometer durch aufgewühlte See schwimmt und danach noch zwei Kilometer bis zum nächsten Handy läuft. Genau daraus entsteht der spezielle Humor von Zwei Mikros für ein Halleluja: maximaler Kontrollverlust, aber erstaunlich gute Pointe.


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